Nachhaltiges Bauen: Wie ökologische Aspekte den Immobilienmarkt beeinflussen


Nachhaltigkeit liegt voll im Trend. Während die Auswirkungen des Klimawandels immer deutlicher sichtbar werden, bemühen sich viele zunehmend darum, ihre Emissionen zu verringern. Dabei spielt natürlich auch die Baubranche eine wichtige Rolle - schließlich entstehen bei der Herstellung von Baustoffen und beim Bauen selbst viele CO2-Emissionen. Gleichzeitig verbrauchen Gebäude, bei denen im Planungs- und Bauprozess auf Nachhaltigkeit geachtet wurde, weniger Energie und sind damit klimafreundlicher.

Wir von LANGE IMMO erklären Ihnen in diesem Artikel, wie ökologische Aspekte den Immobilienmarkt beeinflussen. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne mit unserer kompetenten Beratung zur Verfügung.

Kleines Haus, gebaut aus Moos

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bau und Unterhalt von Gebäuden ist weltweit für mehr als ein Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich.
  • Viele Baustoffe benötigen bei der Herstellung große Mengen an Energie oder schädigen die Umwelt.
  • Die Nachfrage nach klimafreundlichem Wohnraum ist so groß wie nie - und wird auch in Zukunft steigen.
Jenny Sturm - AdobeStock

Ökologische Aspekte im Bauwesen

Wenn es um nachhaltiges Bauen geht, denken die meisten sofort an Holzhäuser, Lehmputz und andere natürliche Baumaterialien. So einfach ist es allerdings nicht. Ob Baustoffe ressourcenschonend und nachhaltig sind, ist nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich. Denn die wenigsten wissen, dass bei der Förderung von Sand zur Herstellung von Zement oder Glas wichtige Lebensräume am Meeresboden zerstört werden oder dass das Brennen von Ziegeln viel Energie verbraucht.

Letztere machen das allerdings mit ihrer langen Lebensdauer mühelos wieder wett. Dafür ist selbst Holz, das eigentlich als nachwachsender Rohstoff einen tadellosen Ruf hat, nur dann wirklich klimaneutral, wenn es aus kontrollierter Forstwirtschaft und nicht aus Raubbau stammt.

Bei der Wahl nachhaltiger Baustoffe sind dementsprechend immer viele Faktoren und Abwägungen zu berücksichtigen. Insgesamt bietet dieser Bereich aber durchaus Einsparpotenzial. Genauso wichtig ist es allerdings, mit einer ausreichenden Dämmung energieeffizient zu bauen und bei der Ausstattung auf erneuerbare Energien zu setzen. Schließlich verursacht nicht nur der Bau selbst, sondern vor allem auch das Heizen von Gebäuden einen Großteil der Emissionen.



Einfluss auf den Immobilienmarkt

Einerseits kurbeln umweltbewusste Käufer und Käuferinnen die Nachfrage nach nachhaltig errichteten und betriebenen Immobilien an. Andererseits machen die steigenden Kosten für fossile Brennstoffe Heizungen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden, sowie Solaranlagen zunehmend attraktiv. Die in den letzten Jahren stark gestiegenen Energiepreise haben das Bewusstsein hierfür geschärft.

Gleichzeitig sorgt natürlich auch der Gesetzgeber mit einer entsprechenden Gesetzgebung sowie Förderprogrammen dafür, dass immer mehr Gebäude energieeffizient und nachhaltig errichtet werden. Verglichen mit den aktuellen Standards für Neubauten werden ältere Immobilien durch ihre höheren Nebenkosten und Emissionen immer unattraktiver und müssen für einen Werterhalt entsprechend saniert und nachgerüstet werden.



Zukünftige Trends und Entwicklungen

Um die Emissionen für die Erzeugung von Baustoffen zu reduzieren, wird in Zukunft das Recycling von Baustoffen immer mehr an Bedeutung gewinnen. Denn Beton, Stahl oder Ziegel sind zwar energieintensiv in der Herstellung, dafür aber auch robust und langlebig. Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft kann die Emissionen deutlich reduzieren, ohne dafür auf weniger leistungsfähige Materialien zurückgreifen zu müssen.

Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach klimafreundlichem Wohnraum kontinuierlich steigen wird. Sowohl für Investoren und Investorinnen als auch für Immobilienbesitzer und -besitzerinnen spielen Nachhaltigkeit und ökologische Aspekte eine immer größere Rolle im Entscheidungsprozess. Gerne helfen wir Ihnen als Immobilienmakler in Böblingen, Ihre Immobilie dementsprechend attraktiv zu vermarkten.



Fazit

In Sachen Nachhaltigkeit und Klimaneutralität hat die Baubranche noch einen weiten Weg vor sich. Mit dem steigenden Problembewusstsein investierender, bauender und mietender Personen erhöht sich allerdings der Druck auf Hersteller und Herstellerinnen von Baustoffen sowie Besitzer und Besitzerinnen von Gebäuden. Insgesamt werden natürliche Baumaterialien und erneuerbare Energien in Immobilien einen immer höheren Stellenwert einnehmen.